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Rote Hawaii-Garnele, Halocaridina rubra

von | 18.10.2017 | Garnelen | 0 Kommentare

Die Halocaridina rubra, auch „Rote Hawaii-Garnele“ genannt bleibt mit ihren ca. 15 mm sehr klein. Aus diesem Grund und vor allem auch auf Grund ihres langsamen Stoffwechsels und ihrer Alterserwartung von bis zu 20 Jahren wurden sie als Garnelen für Ecospheren verwendet. Diese Ecospheren (geschlossene Kugeln aus Glas) stellen jeweils ein kleines geschlossenes Ökosystem dar, bei dem man kein Wasser wechseln, noch füttern kann. Dennoch können die Garnelen darin einige Monate/Jahre überleben.

Vorkommen

Die Halocaridina rubra ist auf Hawaii und einigen Nachbarinseln endemisch und kommt dort in Brackgewässern vor, welche durch den Regen mit Süßwasser, aber auch durch das poröse Lavagestein mit Salzwasser aus dem Meer versorgt werden.

Besonderheiten

Aus biologischer Sicht ist Halocaridina rubra sehr interessant auf Grund  ihrer steuerbaren Osmoregulation von 0 – 56‰, weswegen sie sehr gut mit schwankenden Salzkonzentrationen klar kommt. Wenn die Garnelen die Osmose nicht regulieren könnten, würden sie bei einem zu hohen Salzgehalt im Wasser austrocknen und bei einem zu geringen Salzgehalt entweder platzen oder innerlich ertrinken.
Dort wo die Garnelen durch invasive Fischarten, wie Gambusia affinsis, sehr bedroht waren, haben sie sich durch diesen Feinddruck am Tag zu nachtaktiven Garnelen entwickelt, um ihren Feinden zu entkommen.

Brackwasseraquarium, Haltung und Zucht

Für die Einrichtung eines Brackwasserquariums findest Du hier genau die richtige Anleitung und Tipps, wie es geht.  Da die Zucht von Halocaridina rubra gut möglich, aber nicht trivial ist, kümmern wir uns ausführlich um die erfolgreiche Haltung und Zucht von Halocaridina rubra.

Vergesellschaftung

Halocaridina rubra kann man problemlos mit Brackwasser Turmdeckelschnecken oder anderen friedlichen Tieren vergesellschaften.  Auch kleine Seesterne wie der Gänsefuß-Seestern (Asterina sp.) sind möglich, wenn der Salzgehalt hoch genug ist.

Außerdem kann Halocaridina rubra auch mit dem kleinen, bis 4 cm groß werdenden, Krebs Metabetaeus lohena vergesellschaften, da diese auch im Habitat zusammen leben. Jedoch sollte man darauf achten, dass die Garnelen deutlich in der Überzahl sind. In der Natur kommt ein Krebs auf etwa 100 Garnelen. Mit den Scheren könnten die Krebse möglicherweise die Larven der Garnelen greifen, was wir aber noch nicht beobachten konnten. Wir haben bei Arten vergesellschaftet und die Garnelen sich vermehrt.

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Kai A. Quante

Kai A. Quante

Kai A. Quante ist seit Kinderzeiten Aquarianer. Im harten Wasser wurden zu Jungendtagen Lebendgebärende wie Segelkärpflinge, Black Mollies und Platies gezogen. Mit Umzug nach Braunschweig, mit seinem weichen Wasser, vermehrten sich die Aquarien auf inzwischen etwa 60 bis 80 mit 1,5 bis 180 Litern Volumen mit meist kleinen Fisch- und Wirbellosen-Arten, die sich in den Becken tummeln. Gezüchtet wurden früher diverse Harnisch- und Panzerwelse, Zwergbuntbarsche, Labyrinther und Salmler. Durch die Begeisterung für Wirbellose wurden Anfang der 1990er bereits Bienengarnelen gezüchtet, bald kamen Marmorkrebse und Ringelhandgarnelen als Grundlage für die Zucht diverser Krebs-, Garnelen- und Krabbenarten. Urzeitkrebse faszinieren seit Yps-Zeiten in der Jugend und sind ständige Begleiter. Sie bevölkern nun zwischen 20 und 40 Becken. Seit 2015 hat er mit AQ4Aquaristik eine eigene Marke für aquaristische Produkte im Bereich Urzeitkrebse, Futter und aquaristische Produkte.

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