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Triops longicaudatus – Amerikanischer Schildkrebs

von | 13.03.2018 | Urzeitkrebse | 2 Kommentare

Der Amerikanische Schildkrebs Triops longicaudatus lebt wie alle Triops-Arten in Kleinstgewässern, die nur wenige Wochen bestehen und dann wieder austrocknen. Dabei ist er in der Natur bezüglich tageszeitlicher Schwankungen der Temperatur sehr flexibel. Triops longicaudatus wächst im Vergleich zu manch Verwandtem innerhalb weniger Wochen von unter 1 mm Größe nach dem Schlupf bis zu seiner vollen Größe von ca. 9 cm und sterben bereits nach 6 bis 12 Wochen. Die Geschlechtsreife erreichen sie nach 7 bis 14 Tagen und die Weibchen legen dann fleißig Eier in den Boden. Diese entwickeln sich ein wenig und überdauern dort dann während der Trockenheit als Zysten.

Triops longicaudatus – Wo leben sie?

Triops leben seit mehr als 250 Millionen Jahren unter uns und sind somit älter als die ersten Dinosaurier. Das Verbreitungsgebiet dieses Rückenschalers erstreckt sich vom südwestlichen Kanada weiter nach Süden über Teile Mittel- und Südamerikas. Diese Triops gibt es auch woanders auf der Welt, so in Japan, den Galápagos-Inseln und den Westindischen Inseln. In den USA ist er vor allem in Wüsten- und Steppengebieten anzutreffen und kommt, bis auf Alaska, in allen Bundesstaaten inklusive Hawaii vor.

Aus Triops longicaudatus wurde die sehr ähnliche Art Triops newberryi ausgegliedert, wodurch in älteren Bearbeitungen unter dem Artnamen Triops longicaudatus daher unklar ist, welche dieser Arten wirklich gemeint ist.

Wie leben und verbreiten sich Triops longicaudatus?

Diese Triops leben in kleinen, temporären Gewässern, in denen es nur im Frühjahr für wenige Wochen Wasser gibt. Steigt die Temperatur auf über 15 °C und ist ausreichend Wasser in der „Pfütze“, so quellen die Eier auf, treiben an der Wasseroberfläche und dank des Sonnenlichtes schlüpfen die kleinen Triops. Bereits 4 Wochen reichen aus, damit die Weibchen ausreichend Eier für die nächste Generation in den Boden gelegt haben. Mit Schwanz können die Triops etwa 9 cm erreichen, aber bei weniger Licht oder Futter auch kleiner bleiben.
Eier, bzw. besser gesagt Zysten, werden durch Wind oder Tiere verbreitet. Temporäre Gewässer, wo es keine Fressfeinde gibt, die nicht gedüngt und ohne Gifte sind und einige Wochen existieren, sind die Heimat der Triops. Der pH-Wert sollte etwas über 7 liegen.

Triops longicaudatus in der Aquaristik

Für die Aquaristik und insbesondere Kinder und Jugendliche sind die Urzeitkrebse geeignet, da ihre Pflege einfach ist und sie naturgegeben nicht alt werden. Triops longicaudatus ist aufgrund seiner sehr einfachen Halt- und Züchtbarkeit die in der Aquaristik am weitesten verbreitete Art. Es gibt Urzeitkrebs-Zuchtansätze oder mit Zubehör wie unsere Komplettsets. Darüber hinaus gibt es rote Farbmorphen, denen der eigentlich Farbstoff im Körper fehlt. Im Spielzeughandel wird fast ausschließlich Triops longicaudatus angeboten!

Wir haben unsere Komplettsets mit allem notwendigen Zubehör zusammengestellt und bieten diese in drei verschiedenen Größen an.

Haltung und Zucht von Triops longicaudatus

Triops longicaudatus leben in unbelastetem Wasser, daher verwenden wir entweder destilliertes Wasser gemischt mit etwas stillem Mineralwasser oder Regenwasser, da die Urzeitkrebse zum Schlupf meist kein Leitungswasser vertragen. Das Wasser sollte für Triops longicaudatus etwa 22°C bis 25°C und damit etwas über Zimmertemperatur warm sein. Da die kleinen Nauplien jedoch bereits ab 15 °C schlüpfen, muss nicht geheizt werden. Die Tiere schlüpfen dann verzögert und wachsen nicht so schnell.

Ins Aquarium wird feiner Bodengrund und gern etwas dünger- und schadstofffreier Lehm für die Entwicklung der notwendigen Mikroorganismen gegeben. Als Einrichtung können, wenn die Triops etwas gewachsen sind, Laub, Wurzeln oder ein paar Schwimmpflanzen eingebracht werden.

Bereits nach ein bis zwei Tagen schlüpfen abhängig von der Temperatur die kleinen Triops. Nach ein bis zwei Tagen gehen sie zum Bodenleben über. Gefüttert wird erst jetzt mit sehr wenig in Wasser aufgelöstes AQ4Aquaristik Aufzuchtfutter für Triops. Gut gewachsen fressen sie nach ein bis zwei Wochen bereits das AQ4Aquaristik Hauptfutter für Triops und zusätzlich Wasserflöhe oder Mückenlarven. Bei nicht ausreichender Fütterung werden gelegentlich Artgenossen verspeist, die sich zum Wachstum frisch gehäutet haben, denn die Tiere wachsen unterschiedlich schnell.

Sind die Triops nach etwa zwei Wochen gut gewachsen, beginnen die Weibchen im Aquarium ihre Eier im Sand zu vergraben. Sind nach sechs bis zwölf Wochen alle Krebse an Altersschwäche gestorben, wird das Wasser noch etwas stehen gelassen, damit sich die letzten Eier etwas entwickeln können. Dann gießt man das Wasser vorsichtig ab und lässt den Bodengrund sehr gut durchtrocknen. Nach einer Trocknungszeit von etwa vier bis acht Wochen und gern ein paar Tage Frost im Gefrierschrank, kann der Sand erneut mit Wasser aufgegossen werden und der komplette Lebensprozess beginnt von vorn.

2 Kommentare

  1. Avatar

    Ich züchte gerade Triops und mit einer Wärmelampe schaffen wir die gewünschte Temperatur. Allerdings kühlt das Wasser in der Nacht (wir beleuchten das Aquarium 15 Stunden) auf 20 Grad ab.
    Ist das ein Problem?

    • Kai A. Quante

      Die Abkühlung kann ein Problem sein, muss aber nicht. Mit der Wärmelampe erreichen Sie meist nur eine oberflächliche Erwärmung und nicht gleichmäßig. t. longicaudatus sind eigentlich recht hart im nehmen, wenn die Bedingungen zumindest für die ganz kleine optimal bleiben.

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Kai A. Quante

Kai A. Quante

Kai A. Quante ist seit Kinderzeiten Aquarianer. Im harten Wasser wurden zu Jungendtagen Lebendgebärende wie Segelkärpflinge, Black Mollies und Platies gezogen. Mit Umzug nach Braunschweig, mit seinem weichen Wasser, vermehrten sich die Aquarien auf inzwischen etwa 60 bis 80 mit 1,5 bis 180 Litern Volumen mit meist kleinen Fisch- und Wirbellosen-Arten, die sich in den Becken tummeln. Gezüchtet wurden früher diverse Harnisch- und Panzerwelse, Zwergbuntbarsche, Labyrinther und Salmler. Durch die Begeisterung für Wirbellose wurden Anfang der 1990er bereits Bienengarnelen gezüchtet, bald kamen Marmorkrebse und Ringelhandgarnelen als Grundlage für die Zucht diverser Krebs-, Garnelen- und Krabbenarten. Urzeitkrebse faszinieren seit Yps-Zeiten in der Jugend und sind ständige Begleiter. Sie bevölkern nun zwischen 20 und 40 Becken. Seit 2015 hat er mit AQ4Aquaristik eine eigene Marke für aquaristische Produkte im Bereich Urzeitkrebse, Futter und aquaristische Produkte.

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