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Raub-Feenkrebse (Branchinecta ferox)

Der Raub-Feenkrebs Branchinecta ferox aus Österreich/Ungarn (Hauptverbreitung Ungarn und südöstlicher) fällt durch seine Größe von bis zu 7 cm sowie seine ungewöhnliche gekrümmte Schwimmweise auf. Erwachsene Tiere ernähren sich vorzugsweise räuberisch und fressen andere Feenkrebsarten, Wasserflöhe, Mückenlarven etc. aber fressen auch Plankton vom Substrat, falls es mal kein Lebendfutter gibt. Die Nauplien schlüpfen in weichem Regenwasser, während die erwachsenen Tiere auch gut mit härterem oder sogar leicht aufgesalzenem Wasser zurecht kommen. In den temporären Gewässern, in denen sie vorkommen, lösen sich über die Wochen nach den Winter-/Frühlingsniederschlägen Mineralien, so dass die Gewässer aufhärten.

Auch wenn Branchinecta ferox zwingend bei Temperaturen von 3 bis 6 °C Grad angesetzt werden müssen, so verkraften sie vielfach im Kübel im Garten auch Temperaturen bis 25 °C und im Zimmer um 22 °C.  Das Substrat muss einmal durchgefroren sein, bevor Nauplien aus den Zysten schlüpfen können. Es schlüpfen im ersten Jahr teils recht wenige Nauplien, nach dem erneuten Durchtrocknen dann im nächsten Jahr mehr bzw. weitere. Das zeigt die Anpassung an ihren Lebensraum. Daher nicht aufgeben, falls es im ersten Jahr nicht klappt. Den Ansatz trocknen, einfrieren und im nächsten Jahr noch einmal probieren. Der Schlupf kann sich über Wochen hinziehen.

Im Juli ist es meist zu warm und die erwachsenen Tiere sterben. Stellt man die Maurerkübel eher schattig auf bzw. beschattet bei starker Lichteinstrahlung ab Frühsommer,  leben die Tiere etwas länger. Ab 25 °C Wassertemperatur ist aber meist Schluss.

Nauplien fressen wie andere Feenkrebse feinste Futterpartikel aus Zoo- und Phytoplankton. Ältere Tiere ernähren sich vorzugsweise von anderen Feenkrebsarten, Mückenlarven und Wasserflöhen,  die Wachstum, Lebenserwartung und Eiproduktion fördern. Steht kein Lebendfutter zur Verfügung, dann finden die Alttiere in einem Kübel mit Algenbildung und Mikroorganismen meist auch ausreichend Futter.

Bodengrund ist nicht notwendig. Etwas Sand oder Lehmboden evtl. gemischt mit etwas Walderde kommt dem Wohlbefinden und der Entwicklung der Futterorganismen zugute.

Weitere Informationen:

  • Größe: 3 – 7 cm
  • Beckengröße: ab 6 Liter
  • Temperatur: Schlupf bis 6 °C, adult bis 25 °C
  • Lebenserwartung: bis zu 4 Monate
  • Futter: Erste zwei Wochen Urzeitkrebse Futter und Lebendfutter wie Mückenlarven, Feenkrebse (z.B. Artemia) oder Wasserflöhe

Raub-Feenkrebse (Branchinecta ferox)