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Haltung und Zucht von Halocaridina rubra

von | 30.10.2017 | Garnelen | 0 Kommentare

Haltung von Halocaridina rubra

In der Natur müssen die Halocaridina rubra sehr starke Veränderungen der Umwelteinflüsse, teils in kürzester Zeit, verkraften. Die Temperatur im gewohnten Lebensraum schwankt beispielsweise zwischen 15 – 30°C. Durch den ständig wechselnden Zufluss von Süßwasser durch Regen und Salzwasser aus dem Meer, erdulden sie einen stark schwankenden Salzgehalt.

Für die Haltung von Halocaridina rubra in Aquarien kannst Du daher eine Wassertemperatur von 18 °C bis 27 °C einstellen. Zimmertemperatur reicht somit aus. Ein pH-Wert von knapp über 8 sowie Brackwasser mit einer Salinität von 1.005 bis 1.012 ist zu empfehlen. Die kleinen Garnelen verstecken sich gern, weshalb Steine mit Versteckmöglichkeiten zu wählen sind (siehe auch Brackwasseraquarium einrichten).

Bevor man die Garnelen in ihr neues Zuhause setzt, sollte das Aquarium eingefahren sein (was nach ca. 4 Wochen der Fall ist) und bereits Algen an den Steinen und der Einrichtung wachsen. Denn genau von diesem Algen ernähren sich die Garnelen, jedoch kann man sie auch sparsam mit Staub- oder Algenfutter füttern.

Fütterung von Halocaridina rubra

In der Natur weiden die Halocardina rubra Steine mit Algen ab und fressen auch Mikroorganismen. Da sie teils auch in Höhlen vorkommen, sind sie sehr genügsam, haben einen langsamen Stoffwechsel und brauchen nur wenig Futter. Ein alt eingerichtetes Aquarium bietet meist so schon genug Futter. Es kann aber auch ein wenig mit Staub- oder Algenfutter zugefüttert werden.

Zucht von Halocaridina rubra

Eine erfolgreichen Zucht von Halocaridina rubra ist möglich, wenn Du einige Dinge beachtest. In ihrer natürlichen Umgebung sind die Garnelen einem schwankenden Salzgehalt ausgesetzt. Dieser ist auch für eine erfolgreiche Zucht Voraussetzung, da die Weibchen sonst keine Eier tragen. Häufig setzen die Weibchen Eier an, wenn der Salzgehalt reduziert wird. Somit lässt man Wasser aus dem Aquarium verdunsten und füllt dann komplett wieder mit weichem Wasser auf, um einen starken Regenfall zu simulieren. Einige Tage später kann man die ersten Weibchen mit Eiern sichten.

Alternativ kann der Regenfall auch durch einen Wasserwechsel dargestellt werden, indem man etwa 1/4 des Aquarienwassers durch nicht mit Salz versetztes weiches Wasser ersetzt.

Bei der ersten Trächtigkeit der Weibchen entstehen etwa 2 – 5 Eier, später bis zu 15. Aus den Eiern schlüpfen nach ca. 4 – 5 Wochen Tragzeit etwa 2 mm große Larven, die sich frei im Wasser schwimmend am Licht orientieren. Daher ist es wichtig bei Filterung nur sehr wenig Strömung zu haben und der Filter muss sehr feine Poren haben, damit die kleinen Larven nicht durch den Filter eingesaugt werden und überleben können. Die Larven nehmen feinstes Futter aus dem Wasser auf. Das Larvenstadium dauert etwa 2 bis 4 Wochen, bis sich kleine Garnelen daraus entwickeln und über die Einrichtung krabbeln.

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Kai A. Quante

Kai A. Quante

Kai A. Quante ist seit Kinderzeiten Aquarianer. Im harten Wasser wurden zu Jungendtagen Lebendgebärende wie Segelkärpflinge, Black Mollies und Platies gezogen. Mit Umzug nach Braunschweig, mit seinem weichen Wasser, vermehrten sich die Aquarien auf inzwischen etwa 60 bis 80 mit 1,5 bis 180 Litern Volumen mit meist kleinen Fisch- und Wirbellosen-Arten, die sich in den Becken tummeln. Gezüchtet wurden früher diverse Harnisch- und Panzerwelse, Zwergbuntbarsche, Labyrinther und Salmler. Durch die Begeisterung für Wirbellose wurden Anfang der 1990er bereits Bienengarnelen gezüchtet, bald kamen Marmorkrebse und Ringelhandgarnelen als Grundlage für die Zucht diverser Krebs-, Garnelen- und Krabbenarten. Urzeitkrebse faszinieren seit Yps-Zeiten in der Jugend und sind ständige Begleiter. Sie bevölkern nun zwischen 20 und 40 Becken. Seit 2015 hat er mit AQ4Aquaristik eine eigene Marke für aquaristische Produkte im Bereich Urzeitkrebse, Futter und aquaristische Produkte.
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